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Laufrad im Vergleich

Der große Laufrad-Ratgeber

Alles was ich über Laufräder wissen muss

Inhalt

Rauf aufs Laufrad

Irgendwann um den zweiten Geburtstag herum kommen Kinder ins Laufradalter. Und mal ehrlich: Es macht Spaß, wenn die Kleinen damit den Gehweg entlang flitzen oder auf dem Radweg Mama oder Papa beim Joggen begleiten. Doch das richtige Modell muss es sein, sonst bringt das Laufrad mehr Frust statt Lust. Wir haben uns deshalb mal auf dem Markt umgesehen und bieten euch hier ein paar Tipps für die richtige Kaufentscheidung. Denn nur wenn die Rahmengröße, das Material  und die Ausstattung die richtigen sind, haben Kinder und Eltern ihre Freude daran.

Die Idee der Laufräder ist eigentlich keine neue. Denn bereits 1818 stellte der badische Erfinder Karl von Drais seine Laufmaschine oder eben Draisine vor. Vorstellen kann man sich diese wie ein Fahrrad, nur eben ohne Pedale oder Kette – und ohne Lenkmöglichkeit. Einzig durch die Laufbewegung der Beine wurde das Gefährt angetrieben, eben ganz wie die heutigen Laufräder für Kinder.

Warum brauchen Kinder ein Laufrad?

Es gibt Kinderfahrzeuge, die braucht kein Mensch, andere sind nice to have, andere sind ein Muss.

In die Kategorie „Muss jeder haben“ fallen auf jeden Fall die Laufräder. Denn so können schon kleine Kinder aber etwa zwei Jahren das Gefühl bekommen, wie es ist, sportlich durch die Gegend zu cruisen. Wenn die Kleinen die Balance raus haben, dann müssen sie nicht ständig mit den Beinen gegensteuern, sondern können die Füße auch mal auf den Rahmen stellen und  einfach die Fahrt genießen. Das ist übrigens ganz nebenbei die perfekte Vorbereitung fürs Fahrradfahren. Nicht wenige Kinder steigen mit drei Jahren problemlos vom Laufrad aufs Fahrrad um, denn das Treten ist schnell gelernt.

Infokasten:

Die Vorteile von Laufrädern auf einen Blick

–        Schon kleine Kinder können sich sportlich bewegen.

–        Kinder lernen, die Beine unabhängig voneinander einzusetzen.

–        Jungs und Mädchen bekommen das richtige Gefühl für die Balance.

–        Fitte Kinder können durchaus auch längere Strecken damit überwinden und zum Beispiel die joggenden Eltern so begleiten.

–        So mancher Ausflug macht lauffaulen Kindern mehr Spaß, wenn sie statt zu laufen mit ihrem Flitzer unterwegs sein können.

–        Wer fit auf dem Laufrad ist, der schafft den Wechsel aufs Fahrrad meist innerhalb weniger Tage.

 

Ab wann gehört ein Laufrad dazu?

Wer kennt’s nicht, das nervige Wetteifern vieler Eltern untereinander? Egal, ob es ums Durchschlafen, das erste Wort oder das Laufen geht, aus allem können Mütter und Väter einen Wettlauf mit der vermeintlichen Konkurrenz auf dem Spielplatz machen. Und beim Laufradfahren ist es nicht anders. Aber es geht nicht darum, ob das eigene Kind genauso früh mit seinem Flitzer schon am zweiten Geburtstag sicher fahren konnte oder ob es etwas länger gedauert hat. Wichtig ist, dass das Kind in seiner Entwicklung so weit vorangeschritten ist, dass es körperlich und geistig in der Lage ist, das Laufrad sicher zu steuern.

Alter und Fitness

Das erste Laufrad ist ein beliebtes Geschenk für den zweiten Geburtstag. Die Enttäuschung ist dann oft groß, wenn das Kind anfangs noch überfordert davon ist. Eltern tun ihrem Sohn oder ihrer Tochter aber unrecht, wenn sie an diesem Punkt ungeduldig werden. Denn die Abläufe sind recht komplex. Das Kind muss nicht nur die Balance halten, sondern auch die Beine möglichst unabhängig voneinander bewegen, um Schwung zu holen. Manche Kinder stoßen sich mit beiden Füßen gleichzeitig vom Boden ab. Das sieht nicht ganz so elegant aus, und reicht meist auch noch nicht zum lockeren Rollen lassen, ist aber ein guter Einstieg. Längere Strecken lassen sich so aber nicht bewältigen, weil diese Technik viel zu anstrengend ist.

Selbstverständlich muss der Rahmen des Laufrads die richtige Größe  für das Kind haben. Wenn es den Boden mit den Füßen nicht bequem berühren kann, kann es weder Schwung holen, noch sicher auf- und absteigen. Auch das Bremsen mit den Füßen ist so  unmöglich. Das bedeutet, das Kind muss auf dem Sattel sitzen können, den Boden mit den Füßen berühren und die Beine dabei nicht voll durchgestreckt haben. Ist das Laufrad zu groß, können die Kinder damit nicht sicher fahren und verlieren deshalb schnell die Lust daran.

Dass ein gerade Zweijähriger geistig noch nicht so weit entwickelt ist wie ein Dreijähriger, ist klar. Und auch wenn ein fitter Zweijähriger vielleicht besser Laufradfahren kann als ein eher unsportlicher Dreijähriger, kann der Jüngere die Geschwindigkeit und mögliche Gefahren überhaupt nicht abschätzen. Das ist auch für den Älteren nur in sehr begrenztem Umfang möglich, aber  doch eher, als für ganz Jungen.

Infokasten: Wichtig ist, dass das Kinderlaufrad auf einem technisch guten Stand ist. So schützen Lenkeinschlagsbegrenzer davor, dass  der junge Fahrer überlenkt und stürzt. Ist das Laufrad zu schwer und das Kind kann es kaum aufrichten, verliert  es schnell die Lust daran.

 

Laufräder für fast jedes Alter

Es gibt nicht das perfekte Einstiegsalter fürs Laufradfahren. Denn es gibt verschiedene Modelle, die sich an unterschiedliche Altersklassen richten.  Das Laufrad muss immer zum Kind passen. Auf Zuwachs zu kaufen oder ein zu kleines Laufrad zu nutzen, das sorgt für Frust beim Kind und im schlimmsten Fall führt ein falsches Gefährt zu einem Unfall. Sinnvoll ist es natürlich, wenn das Laufrad mitwachsen kann. Also wenn sich der Sattel und der Lenker in der Höhe verstellen lassen.

 

Laufräder ab einem Jahr

Laufräder gibt es schon für Kleinkinder ab dem ersten Geburtstag. Diese haben dann vier Räder und sind so konstruiert, dass sie nicht leicht umkippen. Weil Kleinkinder mit dem Fahren schon genug zu tun haben, haben diese kleinen Fahrzeuge keine Handbremse.  Es gibt Hersteller, die bewerben diese Laufräder schon ab dem ersten Lebensjahr. Natürlich gibt es Kinder, die körperlich weiter entwickelt sind als andere. Aber als Eltern solltet ihr euch gut überlegen, ob ein Kind, das erst vor kurzem das Laufen gelernt hat, wirklich schon mit einem Laufrad unterwegs sein sollte.

Auch wenn manche Hersteller ihre Laufräder als Lauflernräder anbieten, so dienen sie nicht dazu, Kleinkindern das Laufen beizubringen. Denn wenn ein gesundes Kind noch nicht laufe kann, sollte man es nicht dazu zwingen, diese Bewegungsabläufe zu üben. Ganz davon abgesehen, dass ein Kleinkind, das noch nicht selbständig und sicher laufen kann, nicht auf ein Fahrzeug gehört.

Mit Lauflernrädern sind vielmehr die Einstiegsmodelle der Laufräder gemeint.

 

Laufräder ab eineinhalb Jahren

In dieser Altersklasse macht ein Laufrad schon mehr Sinn. Fitte Kinder können in diesem Alter schon sicher laufen und freuen sich über die Herausforderung, das Laufradfahren zu erlernen. Manche Hersteller setzen bei dieser Altersklasse noch auf vier Räder, andere auf sehr niedrige Laufräder mit zwei Rädern. Letztere verlangen den Kindern natürlich mehr Geschick ab und oft bekommen sie damit auch mehr Geschwindigkeit drauf.

 

Laufräder ab dem zweiten Geburtstag

Mit zwei Jahren sind die allermeisten Kinder im richtigen Alter fürs Laufrad. Den vierrädrigen Gefährten sind sie nun entwachsen, jetzt kann es richtig losgehen.  Bleibt die Frage, welche Art von Laufrad es sein soll, denn da gib es deutliche Unterschiede.

Infokasten: Wenn ein Laufrad mitwächst, also in der Höhe verstellbar ist und Dinge wie zum Beispiel Bremsen nachgerüstet werden können, kann es länger von einem Kind gefahren werden.  Da kann sich ein höherer Anschaffungspreis schnell rechnen.

Laufräder ab drei Jahren und aufwärts

Spätestens ab dem dritten Geburtstag kann die wilde Fahrt beginnen. Die Kinder haben erste Erfahrungen mit den kleineren Modellen gesammelt und fahren jetzt sicher genug, um längere Strecken zu überwinden oder auch mal einen Berg hoch und wieder runter zu fahren. Klar muss natürlich immer sein, dass die Eltern dicht dran sein müssen, denn ein Kindergartenkind kann Gefahren nicht richtig einschätzen.

Wer nun ein neues Laufrad kaufen möchte, der sollte sich besonders viel Mühe bei der Auswahl geben. Wenn Sattel und Lenker höhenverstellbar sind und der Rahmen groß genug ist, reicht dieses Laufrad bis zum fünften Geburtstag. Spätestens dann steigen die allermeisten Kinder aufs Fahrrad um.

 

Laufrad ist nicht gleich Laufrad

Laufräder gibt es günstig  im Baumarkt,  meist zu höheren Preisen im Fachhandel und natürlich im Internet. Wer an der falschen Stelle spart, hat meist keine dauerhafte Freude mit  der Neuanschaffung. Denn nicht nur, dass ein zu schweres Rad einen unnötigen Kraftakt für das Kind bedeutet, es birgt auch ein höheres Verletzungsrisiko. Die Art der Reifen, das Material des Rahmens und das Zubehör sollten bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen.

Auch wenn sich Holz-Rahmen angenehmer anfühlen als Rahmen aus anderen Materialien und sie in Sachen Ökologie vermutlich unschlagbar sind, so haben sie im Alltag doch einige Nachteile, die sie im Vergleich mit Laufrädern aus Metall ins Hintertreffen bringen.

 

Der Rahmen

Beim Kauf des Laufrads solltet ihr euch nicht von vermeintlich niedrigen Gewichtsangaben blenden lassen  – zwei Kilo mehr oder weniger machen für euch als Erwachsene keinen Unterschied, für ein Kind, das selbst vielleicht nur 15 Kilo wiegt, aber schon. Und so ist es wichtig, dass der Rahmen so leicht wie möglich und gleichzeitig stabil ist. Kleiner Tipp vorne weg: Magnesium-Rahmen sind hier ein neuer, sehr interessanter Trend.

Rahmen aus Holz

Laufräder aus Holz waren eine Weile voll im Trend, besonders bei hippen Eltern, die viel Wert auf den richtigen Style legen. Klar, Holz ist ein Naturprodukt und die Räder sehen einfach schön aus. Harte, scharfe Kanten gibt es bei diesen Laufrädern auch fast nie. Und dennoch haben die Holzlaufräder einige Nachteile.

Sie haben fast immer einen hohen Einstieg, was den Kindern das Ein- und Absteigen erschwert. Oft haben sie auch kein Trittbrett in der Mitte. Darauf stellen geübtere Fahrer gerne ihre Füße ab, um entspannt einen Berg hinabzufahren. Das ist übrigens eine super Übung, um das Gleichgewicht zu trainieren. Und das Beste daran: Die Kinder machen das ganz unbewusst, sie brauchen nur die Möglichkeit dazu.

Holzräder sind fast nie höhenverstellbar, ihre Reifen bieten meist einen geringeren Komfort und auch im Punkt Nachrüsten schneiden sie meist schlechter ab als die Laufräder aus anderen Materialien. Wer nicht nach jedem  Wachstumsschub ein neues Laufrad kaufen will, der sollte besser auf die Holzvariante verzichten.

 

Rahmen aus Stahlrohren

Diese Rahmen gelten als stabil, verhältnismäßig leicht und langlebig. Die ein oder andere Schramme kriegen die Rahmen bei den unvermeidlichen Stürzen ab, aber viele Hersteller arbeiten mit Nachdruck daran, die Stoßfestigkeit noch weiter zu erhöhen. So bieten manche pulverbeschichtete, andere acrylbeschichtete Rahmen an. Während die Holzlaufräder eher klassisch elegant daher kommen, manchmal auch im Retrostil designt sind, können die Laufräder aus Metall flippig, modern oder unaufgeregt einfarbig gestaltet sein.

 

Rahmen aus Kunststoff

Wer in der aktuellen Diskussion um Umweltschutz und Klimawandel kein Problem mit Kunststoffen hat, der kann auch eben dieses Material für den Rahmen wählen. Es gibt einige wenige Hersteller, die Laufräder aus Kunststoff anbieten. Sie haben ein geringes Gewicht und sind pflegeleicht.

Rahmen aus Magnesium

Der Rahmen soll leicht sein und auf neuster Technik basieren? Dann solltet ihr euch für ein Modell aus Magnesium entscheiden. Das Material vereint mehrere Vorteile: Die Rahmen so sind stabil wie die aus Stahl, aber können gleichzeitig durch ein sehr geringes Gewicht punkten.

Und sogar die Umwelt hat was davon, wenn das Laufrad aus Magnesium gefertigt wird, denn das ist zu 100 Prozent recyclebar.

 

Infokasten: Besonders bei den Handgriffen und beim Sattel sollten Eltern einen Blick darauf werfen, ob die Materialien schadstoffbelastet sind. Hier haben die Kinder den meisten Körperkontakt mit dem Laufrad.

 

Reifen: Luft oder Vollgummi?

Die unterschiedlichen Hersteller nutzen verschiedene  Arten von Reifen. So gibt es einige, die auf Vollgummireifen setzen, andere haben sich für Luftreifen entschieden. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. In den nächsten beiden Punkten zeigt sich, dass die Entscheidung, welche Reifen es sein sollen, nicht ein einziges Mal getroffen werden muss. Denn  Luftreifen mögen für sehr sportliche, ältere Kinder geeignet sein, für jüngere bieten die Vollgummi- oder PVA-Reifen aber doch mehr Vorteile. Denn der geringste Rollwiderstand nützt nichts, wenn das Kind mit dem Gewicht des Laufrads überfordert ist und deshalb den Spaß daran verliert.

Luftreifen eignen sich eher für unebene Untergründe, Vollgummi- oder PVA-Reifen brillieren auf glatten Flächen wie Gehwegen und Straßen.

Luftreifen

Die Luftreifen erinnern natürlich noch mehr an ein normales Fahrrad. Sie bieten einen angenehmen Fahrkomfort, wiegen allerdings auch deutlich mehr als die anderen Reifensysteme.  Vor allem bei wilderen Fahrern haben sie  einen deutlichen Nachteil: Immer und überall droht ein platter Reifen, die Spritztour durch den Park oder den Garten ist dann zwangsläufig vorbei.

Wer wirklich lange, sportliche Touren mit seinem Kind auf dem Laufrad unternehmen will, der wird diese Nachteile kaum gelten lassen. Denn für lange Touren bieten die Luftreifen  einen besseren Rollwiderstand als solche aus Vollgummi oder PVA.

Vollgummireifen

Reifen aus Vollgummi oder PVA sind nahezu unzerstörbar. Ihnen kann kein Nagel, kein spitzer Stein etwa anhaben. Außerdem sind sie sehr leicht, was sich positiv beim Eigengewicht des Laufrads bemerkbar macht.

Wer das Laufrad seines Kindes mal den ganzen Rückweg vom Spielplatz hat tragen müssen, der weiß das geringere Gewicht zu schätzen.

 

Zubehör

Es gibt ganz einfach gehaltene Laufräder und solche mit vielen Extras. Manche Sonderausstattung ist wirklich sinnvoll, andere sind eher überflüssig. Als Faustregel gilt: Je jünger das Kind ist, desto simpler sollte das Rad sein. Denn einen Zweijährigen, der es gerade so schafft, sein Laufrad von A nach B zu steuern, den überfordert  zum Beispiel eine Handbremse. Ein Vierjähriger hingegen kann diese sinnvoll einsetzen.

Wer sich die Möglichkeit offen halten möchte, das Laufrad nachzurüsten, der sollte sich beim Kauf darüber informieren. Besonders bei  Gefährten aus Holz  ist die Auswahl oft  begrenzt.

Von Handbremsen, Ständern und Pedalen

Kinder lieben  Klingeln, Fahnen und Körbchen an ihren Fahrzeugen – so ähnlich kennen wir Erwachsenen das schließlich von unseren Autokäufen. Beim Laufradkauf ist es wichtig zu entscheiden, welches Extra der Sicherheit dient, welches vielleicht das Kind ein bisschen zusätzlich zum Fahren motivieren kann und welches erst später angebracht werden sollte.

Sicher kein Extra, sondern ein absolutes Muss ist ein Fahrradhelm. Der muss gut sitzen und eine gute Qualität haben. Am besten kauft man ihn im Fachhandel, da helfen Profis beim Anprobieren und finden die beste Passform. Ausnahmslos keine  Fahrt sollte ohne Helm stattfinden. Ein unglücklicher Sturz auf den Kopf kann zu einer Gehirnerschütterung oder deutlich schlimmeren führen. Wenn Kinder von klein auf lernen, dass ein Fahrradhelm ganz normal ist, tragen sie ihn später auch ohne große Diskussionen beim Fahrradfahren.

Zusätzliche Sicherheit können Helme bei Dunkelheit bieten, wenn sie hinten ein Licht eingebaut haben. Ein Kopfdruck genügt und ein ziemlich starkes rotes Licht leuchtet oder blinkt.

 

Sicherheitshandgriffe

Laufräder sollten mit Sicherheitsgriffen ausgestattet sein. Sind sie dies nicht, kann man sie nachrüsten. Der Vorteil: Die Griffe verhindern das  Abrutschen der Hände nach vorne, aber auch zur Seite. So haben die Kinder einen besseren Halt.

Fahnen

Immer wieder hört und liest man von Unfällen, bei denen Kinder auf ihren Laufrädern von einem Auto angefahren werden. Meist geschehen solche Unglücke in Ausfahrten. Nämlich dann, wenn ein Autofahrer rückwärts aus seinem Grundstück auf die Straße fahren will und dabei das Laufrad auf dem Gehweg nicht sieht. Denn die Laufräder sind recht niedrig und deshalb für ein rückwärtsfahrendes Auto quasi unsichtbar. Eine kostengünstige und effektive Hilfe stellen hier die bunten Fahnen dar, die am Laufrad befestigt werden können. So fallen die Laufräder schneller und besser auf.  Einen absoluten Schutz können die Fahnen natürlich nicht bieten. Wenn ihr euer Kind mit seinem Laufrad dort fahren lasst, wo andere Verkehrsteilnehmer unterwegs sind, müsst ihr immer dicht dran bleiben, um notfalls eingreifen zu können.

 

Die Klingel

Welches Kind liebt sie nicht: die Fahrradklingel. Dabei ist es egal, ob es anfangs nur  im Stand klingeln  oder später Fußgänger tatsächlich auf sich aufmerksam machen kann, die Klingel ist in Kinderaugen sowas wie der Ritterschlag für ein Laufrad. Denn damit sieht es den großen Fahrrädern der Erwachsenen gleich viel ähnlicher. Deshalb gilt die klare Empfehlung: Gleich zu Beginn sollte eine Klingel ans  Laufrad.

 

Der Ständer

Gut, auch der Seitenständer lässt ein Laufrad gleich viel cooler wirken. Doch die allerwenigstens Zweijährigen werden damit zurechtkommen. Und ein echter Wirbelwind wird auch später keine Lust oder Zeit haben, das Laufrad ordnungsgemäß zu parken. Ein Ständer kann also ans Laufrad, vor allem dann, wenn das Kind sich einen wünscht. Ein Muss ist er allerdings nicht.

Bremsen

Wer schnell unterwegs ist und immer mit den Füßen bremst, der bringt im Zweifel mehr als ein paar Schuhe damit durch.  Abhilfe können da Bremsen bringen. Voraussetzung dafür ist, dass das Kind alt genug ist, um richtig bremsen zu können.  Dieses Ausstattungsextra greift also erst bei älteren Jungen und Mädchen.  Sie müssen die Geschwindigkeit ihres Fahrzeugs und die Reaktion der Bremse einschätzen können. Nein, den Bremsweg müssen sie natürlich nicht berechnen, aber wohl begreifen, dass eine Vollbremsung mit der Handbremse unschön enden kann.

Beleuchtung

Ein Beleuchtungssystem wie bei Fahrrädern gibt es für Laufräder nicht, schließlich sind sie nicht auf den Straßen unterwegs. Aber wer auch im Dunklen damit unterwegs ist, der tut gut daran, ein Aufstecklicht am Lenker zu platzieren. So wird das Laufrad auch für Fußgänger besser sichtbar.

 

Polsterung für den Lenker

Und weil so manche Fahrt nicht ganz wie geplant endet, ist eine Polsterung der Mitte des Lenkrads sinnvoll. Ein kleines Polster, das mit Klettverschluss oder Druckknöpfen dort angebracht ist,  kann manche Verletzung verhindern. Denn wenn das Kind mit Kinn, Mund oder Stirn auf den Lenker fällt, wird der Aufprall so abgemildert.

Ob das Wunschlaufrad eine solche Lenkerpolsterung hat oder nicht,  sollte kein Kaufkriterium sein. Denn die kleinen Polster kann man im örtlichen Fahrradladen problemlos für wenige Euro kaufen.

 

Das Schloss

Wenn das Kind mit Spaß auch größere Strecken fährt, dann steht irgendwann ein größerer Ausflug an. So lassen sich auch die Wege in die Stadt, zur Eisdiele oder vielleicht ins Freibad überwinden. Damit das Laufrad auch am Ende des Tages noch an seinem Platz steht, ist ein Fahrradschloss zu empfehlen. Geklaut wird im Zweifel nämlich immer und überall.

 

Pedale

Aus machen Laufrädern kann ein Fahrrad werden. Mit speziellen Nachrüstsets können Fahrradkette und Pedale angebaut werden, wenn das Kind ins Fahrradalter kommt. Die Frage ist, ob das Kind dann nicht schon zu groß für das Laufrad ist oder an Motivation verliert, wenn es ein umgerüstetes Laufrad statt eines neuen Fahrrads hat.

In Sachen Nachhaltigkeit ist die Idee der Weiternutzung natürlich zu begrüßen. Aber die meisten Laufräder haben sowieso mehrere Leben. Entweder werden sie an Geschwisterkinder weitergegeben oder finden auf einem Basar einen neuen Besitzer.

 

Übung macht den Meister

Laufradfahren will gelernt sein. Das Kind, egal in welchem Alter es zum ersten Mal damit fährt, muss ein Gespür für das Fahrzeug bekommen, lernen einzuschätzen, wie der Lenker und die Bremse reagieren.

Für die ersten Runden bieten sich am Sonntag leere Supermarktparkplätze an oder ebene Wege in Parks oder im Wald an. Wichtig dabei: Die Strecke sollte unbedingt eben sein. Wer sein Laufrad noch nicht unter Kontrolle hat, sollte nicht Hügel hinabfahren. Denn wenn auch Stürze zum Lernen dazugehören, unnötig provozieren muss man sie auch nicht.

Wenn ihr  auf dem Weg  von Zuhause hin zum Supermarkt gefühlt 100 Mal dem Nachwuchs zugerufen habt: „Achtung, nicht an die Autos fahren“, wisst ihr, dass zugeparkte Gehwege unnötig Nerven kosten. Erst wenn das Kind sicher fährt, werden solche Ausflüge entspannter. Deshalb lieber ein paar gezielte Trainingsrunden einplanen.

Fazit

Wer sich intensiv mit dem Thema Kinderlaufrad beschäftigt, der kann  nur das Fazit ziehen: Es gibt nicht das eine, perfekte Laufrad. Alle haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist es, dass richtige Rad für das eigene Kind zu finden. Wir von (hier sollte der Name des Blogs hin, hab ihn leider vergessen) wünschen euch viel Spaß beim Kauf und noch mehr Spaß bei den ersten Ausfahrten